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Wurst und Durst hat keinen Slogan,
dafür eine Weltkarte.
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Figlmüller
Bäckerstrasse 6 oder Wollzeile 5 1010 Wien Tel: +43 1 5121760
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Wurst & Durst meint: Food / Drinks: 6 Kellner: 4 Ambiente: 4
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Es gibt genau einen Grund, sich für ein Dinner im Figlmüller zu entscheiden: das berühmte Wiener Schnitzel, das hier in der Tat unschlagbar in Sachen Geschmack und Grösse ist. Schön dünn, (nach Meinung meines Vaters, einem wahren Schnitzelmeister, das A und O am Schnitzel), knusprig lecker paniert, bestellt man es am Besten mit einem Salat und greift zu einem Stück Gebäck aus dem Brotkorb, der üppig gefüllt auf dem Tisch platziert wird. Aber Achtung, wie in jedem traditionellen Wiener Lokal, wird das Gebäck (=Brot) pro Stück berechnet - also nicht allzu beherzt zulangen.
Was das Schnitzel hingegen betrifft, kann man sich locker eins teilen, die sind nämlich rieeeeeesig!
Liebhaber von Süsspeisen, die auch nach dem Mammutschnitzel noch für eine Wiener Mehlspeise (Germknödel, Mohn- oder Topfenstrudel etc) empfänglich wären, kommen im Figlmüller leider nicht auf ihre Kosten. Denn Desserts werden trotz hartnäckigen Nachfragens (Gast: «Ich hab da drüben auf dem Teller aber eines gesehen», Kellner: «Nein, das sind die Röstererdäpfel» (=Bratkartoffel)) keine aufgetischt.
Das ist aber nicht weiter tragisch, denn die barsche Art des Kellners und das östereichisch-touristisch anmutende Ambiente laden nicht unbedingt zum ewigen Verweilen ein.
Bilanz: für ein Wiener Schnitzel, die erste Adresse am Platz, dann aber schnell wieder raus und für den Digestif wo anders hin!
Ramona 02/2007
www.figlmueller.at
(Anm. d. R. das Schnitzel auf dem Bild wurde bereits in zwei Hälften geteilt)
2 Kommentare Robert Wo das perfekte Wiener Schnitzel suchen? Am Ort seiner Herkunft, in Wien, wie es der Name suggeriert? Nun, Wien - so sicher ist das nun auch nicht. Manche Geschichtsforscher tippen z.B. auf Norditalien - doch zu Zeiten der K&K Monarchie war dies - je nach politischer Lage - ohnedies immer wieder zur Familie gehörend. Also, notieren wir - das perfekte Wiener Schnitzel muss in Wien zu Hause sein.
Beim Figlmüller - pardon, nein, das ist eine Touristenfalle. Ja, ja, richtig gehört. Das grösste Schnitzel - in jedem Reiseführer erwähnt. Vielleicht alternativ im Ofenloch in der Kurrentgasse - ja, vielleicht, wenn's denn noch so gut ist wie früher mal. Alternativvorschlag - in der Meierei im Steierereck. Den Stadpark geniessen; für alle nicht einheimnischen nahe an der Zugsverbindung zum Flughafen gelegen (bei dem Essen im Flugzeug - schon fast ein muss). Und dann das Schnitzel - nicht riesig, sondern klassich gut. Und wenn's mal kein Schnitzel sein soll, wie wär's mit einem Beuschel, oder anderen Köstlichkeiten der Wiener Küche?
Was zeichnet es denn nun eigentlich aus, das perfekte Wiener Schnitzel? Nun, erstens, die Panier: Kein Bröselbeton, wie er in der Schweiz oft auf Schnitzel gepresst wird. Sondern trockenes Weissbrot / trockene Semmeln, fein gerieben. Mit Ei und Mehl vermengt, das Schnitzerl durchgezogen (letzteres kann vom Schwein und vom Kalb sein; auch wenn das Kablsschitzerl oft als das Orignial angesehen wird - einfach ausprobieren, weder besser noch schlechter, sondern anders). Und dann herausgebacken; am besten in Butterschmalz in der Pfanne. Das Resultat - die Panier ist luftig leicht um das Schnitzel, und keine auf das Schnitzel gepresste Schicht. Und - mhhmmm... das ist das Resultat. Enjoy! 2008-09-01
Gregor Der Nachteil beim riesigen, flachen Wienerschnitzel ist nur, dass es zu 80% aus Paniermehl besteht. Das macht das Stück Fleisch zwar schön knusprig, doch erhält das Menü "Brot mit etwas Fleisch" bei diesem Ding im Teller eine ganz neue Bedeutung. 2008-01-25
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