Wurst und Durst hat keinen Slogan,
dafür eine Weltkarte.


 
 
Saint Germain
Bahnhofstrasse 66
8001 Zürich
Tel. 044 215 90 00

Essen: Asien trifft Züri und Italien
Map

Wurst & Durst meint:
Food / Drinks: 6
Kellner: 4
Ambiente: 3

Um es gleich vorweg zu nehmen, das Essen war gut. Aber um ehrlich zu sein: ums Essen ging es ja nicht. Wir wollten Carl Hirschmann sehen und vielleicht noch den Jürg Marquard und die Patty Boser. (Nein, die dann doch nicht!) So kam es, dass wir uns im fünften Stock des Ballygebäudes wieder fanden und schon von Anfang an gleich total viel auszusetzen hatten am «sexiest» Club in Zürich.

1. Die Bedienung ist zwar durchaus freundlich, aber nicht wirklich für diesen Job berufen. Dafür würden sich die jungen Damen und Herren gut als New Yorker Cops im nächsten Michael Steiner-Blockbuster verkaufen. Sie tragen nämlich - der letzte Schrei unter dem Servierpersonal - diese Pistolenhaltergilet-Dinger, aber statt Knarren werden Schreibblöckli, Stiftli und Geldbeutel gehalten. So cool!

2. Die Decke des «Restaurant-Lounge-Art-Clubs» scheint einem auf den Kopf zu fallen. Ist man sich die Grosszügigkeit im Deckenbereich anderer Lokale in Zürich gewohnt, so wird im Saint-Germain die Luft doch ein bisschen knapp.

3. Essen und trinken ist teuer. Ein Cüpli kostet 19 Franken, ein Whiskey-Cola 21 Franken (und verdammt noch mal, kann es sein, dass es immer noch Barkeeper gibt, die den Unterschied zwischen Scotch und Bourbon nicht kennen?), ein Rindsfilet 48 Franken (das geht ja noch - es war auch gut), ein Vitello Tonnato 35 Franken (das geht auch noch, aber trotzdem...). Dafür ist der Moët & Chandon Brut Impérial gratis. Fragt nur an der Bar oder nehmt die Pulle gleich direkt aus dem Kübel.

Die weiteren Punkte spar ich euch, sonst wird dieser Text zu lang.

Fazit: Wer mit den gut betuchten Übervierzigjährigen teuer essen möchte, um 22.30 Uhr seinen Tisch für das sexy Nachtleben mit den Überzwanzigjährigen hergeben und dabei Carli zuschauen will, wie er mit dem Laserpointer spielt, der sollte unbedingt, aber unbedingt, ins Saint-Germain.
Tamara 06/2007
www.saintgermain.ch
Nächstgelegene Restaurants: Jules Verne (100m) | Hiltl (200m) | Lumière (300m) | Il Golosone (300m) | Delicato (300m)

3 Kommentare


tofu
das mehr schein als sein publikum von zh muss sich ja auch irgendwo austoben... hatte auch zu hohe erwartungen und wurde herb enttäuscht... schade um die location...
2008-05-15

Cervelat
Ist der Moët & Chandon wirklich gratis? Nur während des Dinners oder auch während des Clubbings? Ist mir noch nicht aufgefallen, übrigens. Die Drinks sind nämlich wirklich viiiiiel zu teuer.
2008-02-20

Wursti
Übrigens, nur weil Carli und sein sabberndes Gefolge auf den Sofas rumhüpfen, heisst das noch lange nicht, dass dies auch Nicht-Blaublütern erlaubt ist (Quod licet Jovi, non licet bovi...). Tut man es doch, kommt gleich der Carli angerannt (der Laserpointer fest in der Hand) und testet, ob man auch ja keine Highheels trägt, damit das schöne Lederpolster keine Löcher abbekommt... Wie war das nochmal mit dem Millionenerbe? Da sollte doch wöchentlich ein neues Sofapolster drinliegen, oder?
2007-06-05


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